ERWARTUNGEN
Sonntag, 19. März 2023 um 18 Uhr in Emsdetten (Stroetmanns Fabrik)
Donnerstag, 23. März 2023 um 19:30 in Münster (Friedenskapelle)
Einführungsgespräch 30 Minuten vor Konzertbeginn

Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zu „Coriolan“ (Bearb. Peter Stangel)
Robert Schumann: Cellokonzert (Bearb. Peter Stangel)
Dimitri Schostakowitsch: 9. Sinfonie (Bearb. Joolz Gale)

Solistin: Janina Ruh (Violoncello)
MikroPhilharmonie EinKlang
Leitung: Joachim Harder

An Dimitri Schostakowitsch wurden 1945 von Stalin und den sowjetischen Machthabern hohe ERWARTUNGEN gestellt: nach seinen beiden Kriegssinfonien 7 und 8 sollte er nach dem Sieg der Roten Armee gegen Hitlerdeutschland unbedingt eine pompöse Triumphsinfonie für Orchester und Chor schreiben. Die Machtelite staunte nicht schlecht, als im November 1945 die 9. Sinfonie uraufgeführt wurde.  Statt eines heroischen Monumentalwerks überraschte ein unterhaltsam-virtuoses Stück in beinahe klassischem Stil, heiter und tänzerisch. Aber auch Ironie und Melancholie kennzeichnen das rasante viersätzige Werk.
An den antiken Feldherrn Coriolan hatten die Frauen Roms ebenfalls hohe ERWARTUNGEN. Sie wollten ihn von seinem Plan abbringen, aus Rache seine Heimatstadt Rom zu zerstören. Ihr Appell an seine Pflichten und seine Verantwortung hatten schließlich Erfolg. In Beethovens Ouvertüre erklingt die Brutalität des Feldherrn, auch seine schwankenden Gefühle, genauso an wie das inständige Flehen der Frauen. Das Drama…

..von Heinrich Joseph von Collin, für das Beethoven diese Ouvertüre schrieb, endet mit dem Selbstmord des Titelhelden. Die Ouvertüre endet in ersterbendem Klang.
Robert Schumann war ein Meister des Liedes. Das ist auch in seinem Cellokonzert zu spüren. Das Soloinstrument singt vom ersten bis zum letzten Moment. Lyrisches, Aufgeregtes, Inniges. Wie gemacht für unsere Solistin Janina Ruh, die als Doppelbegabung auch noch Sängerin ist. Sie wird mit Sicherheit die ERWARTUNGEN des Komponisten an die Interpretation seines einzigen Cellokonzerts fulminant erfüllen!

ALLER GUTEN DINGE

FR 5. Mai 2023 um 19:30 im Westfalen Forum Münster

SO 7. Mai 2023 um 18 Uhr in der Gempthalle Lengerich
(Einführungsgespräch 30 Minuten vor Beginn)

Ludwig van Beethoven: Tripelkonzert (Bearb. Peter Stangel)
Igor Strawinsky:
Sinfonie in drei Sätzen (Bearb. Joolz Gale)

Orelon-Trio
MikroPhilharmonie EinKlang
Leitung: Joachim Harder

Open-Air-Programm ITALIENISCHER SOMMER

FR 19. August 2022 um 18 Uhr im Schlossgarten Münster
SO 21. August 2022 um 18 Uhr Sommerbühne am Bürgerhaus Kinderhaus in Münster

Felix Mendelssohn Bartholdy:   Sinfonie Nr. 4 „Italienische“
Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zu „Così fan tutte“
Ludwig van Beethoven: 2. Violinromanze F-Dur
Ludwig van Beethoven: Coriolan-Ouvertüre
Giacchino Rossini: Ouvertüre zu „Il signor Bruschino“

Moderation: Christoph Tiemann

Die MikroPhilharmonie EinKlang bringt italienischen Sommer auf Deitmars Hof in Emsdetten und auf die Sommerbühne in Kinderhaus! Wer klassische Gute-Laune-Musik sucht, kommt an der Italienischen Sinfonie von Felix Mendelsohn Bartholdy nicht vorbei. Sie wird der himmelblaue musikalische Faden im Programm. Daneben gibt es weitere italienisch geprägte Stücke von Rossini und Mozart. Der Münster-Experte Christoph Tiemann (WDR) hat die Moderation bei diesem Konzert übernommen. Benvenuti a tutti!

Schultenhof in Mettingen

Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zur Oper „Così fan tutte“
Carl Maria von Weber: Klarinettenkonzert Nr. 1 f-moll
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur (Eroica)

Solist: Lewin Kneisel (Klarinette)

Die Liebe wirbelt alles durcheinander. Entsprechend turbulent geht es in Wolfgang Amadeus Mozarts Ouvertüre zur Oper „Così fan tutte“ zu. Auch, wenn sich hinter der Fassade der musikalischen Verwechslungskomödie die tiefen Abgründe menschlicher Beziehungen auftun. – Der „Freischütz“ – Komponist Carl Maria von Weber war vom neuartigen Klang der Klarinette fasziniert. In seinem 1. Konzert für Klarinette und Orchester…

…nutzt er ihren großen Tonumfang, die virtuosen Möglichkeiten, den geheimnisvoll dunklen Klang und ihre dynamischen Möglichkeiten nach allen Regeln der Kunst, beraten und inspiriert von Joseph Bärmann, dem bedeutendsten Klarinettisten seiner Zeit.  – Ludwig van Beethoven antwortete auf die Frage, welche seiner neun Sinfonien er für die bedeutendste halte: „Die Eroica“. Eine wahrlich revolutionäre Komposition: in leidenschaftlicher Tonsprache, mit rhythmischen Kühnheiten und harmonischen Neuerungen gespickt, in ihrer zeitlichen Ausdehnung ohne Beispiel. Jeder der vier Sätze wird von einer eigenen und innovativen Kompositionsidee getragen. Im monumentalen Kopfsatz zeigt Beethoven 15 Minuten lang, was er mit einem einzigen Dreiklang gestalten kann. Die ergreifende Totenklage im Trauermarsch des 2. Satzes, das rastlos pulsierende Scherzo, das von der Basslinie aus entwickelte Finale mit seinem triumphalen beschleunigt drängenden Schluss: ein faszinierendes kompositorisches Feuerwerk.

Darüber und über Vieles mehr unterhalten sich Dirigent und Solist in einer Werkeinführung 30 Minuten vor Beginn des Konzerts!

EROICA am 27. März 2022 um 18 Uhr